Rauchschwalben am Horizont

by Masha Potempa

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Andreas Bilder voller Poesie und Gänsehaut. Wundervoll. Bitte mehr... Favorite track: In einer Stadt in der Ferne.
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  • Compact Disc (CD) + Digital Album

    Meine erste EP Rauchschwalben am Horizont -
    gestaltet von Yuli Gates - liebevoll verpackt und verschickt von mir.

    Bei der CD-Bestellung könnt ihr die Lieder auch direkt herunterladen.

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  • Acht Postbarkeiten

    Postkarten mit Fotos aus den Städten in der Ferne und der Nähe - zum Verschicken oder an die heimatlichen vier Wände hängen.
    Das Set enthält alle acht Motive aus Corniglia, Rom, Tivoli, San Sebastián, Salamanca & Berlin.

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  • All inclusive
    Compact Disc (CD) + Digital Album

    Enthält:
    * CD Rauchschwalben am Horizont (auf Wunsch auch signiert und mit Widmung)
    * Alle neun Postkartenmotive
    * Sticker

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1.
Wie die Dieselmotoren rattern und hoch von den Balkonen Fahnen in allen Farben flattern und darüber Tauben thronen Schwalben sausen durch die Gassen und Blicke fliegen hinterher Auf den Tischen sammeln sich Tassen und herum der Touristenverkehr Frauen winken mit bunten Fächern das sehen die Störche so gerne hoch oben von ihren Kirchendächern In einer Stadt in der Ferne Ein Maler steht mit gebräuntem Genick am bevölkerten Straßenrand und die Leute bewundern den festen Blick und die frei tanzende Hand Hinter seinem Pinselstrich scheint das harte Licht etwas milder und er weiß die Welt ist lediglich nur ein Abbild seiner Bilder Und er fängt einen Mann in den Strichen ein dass er darin zu leben lerne dann lächelt er leise in sich hinein in einer Stadt in der Ferne Ich wanderte durch alle Gassen und durch viele seiner Bilder auch wenn die Farben langsam verblassen sie strahlten für uns beide wilder Und in den Schwalben, den Störchen, den Tauben hab ich stille Komplizen gefunden sie sangen zu ihren Himmelsschrauben den Soundtrack meiner Stunden Ich kannte jedes dunkle Loch jede helle Straßenlaterne und in meinen Gedanken da leuchten sie noch In meiner Stadt in der Ferne (MP2013)
2.
05:55
Du wurdest in tausend Liedern besungen hast nach Freiheit, nach Kunst und nach Irrwitz geklungen rochst nach Neubeginn und Terpentin und dein unbekannter, vertrauter Klang war wie ein geheimnisvoller Gesang ein nicht tot-zu-kriegender Evergreen Ach, Berlin. Und ich fand meine Heimat in deinen Straßen wenn die Nächte zuweilen die Tage vergaßen und die Sonne nachts nur noch heller schien ich hab deine Dramen auf Bühnen gesehn sah sie ungebrochen am Wege stehn und so singt der Mann mit dem Tamburin: Ach, Berlin. Du bist das Land der vielen Gesichter der Philosophen, Chaoten und Dichter ein jungenhafter Harlekin Bist eine einzige Großbaustelle und reitest auf jeder neuen Welle mit ner Überdosis Heroin Du hast deinen Himmel zugebaut zum selber denken bist du fast zu laut du bist die Elektropartyqueen die Erfinderin des Firlefanz doch auf deinen Dächern beginnt der Tanz mit den Träumen, Visionen und dem Ruin Du zeigst dich in allerwelts Gewänder in deinem Wind wehen etliche Fahnen und Bänder du bist ne notorische Sammlerin in allen Sprachen hör ich deinen Namen und alle, die von weither kamen sind doch längst schon mittendrin Oh, Berlin. Die Suchenden zieht es in deine vier Wände Sie zu halten, hast du kaum genug Hände doch die meisten Herzen sind nur geliehn du bist Rom, Lissabon und Paris in einem du gehörst allen und dennoch keinem ich versuch dich zu fassen und dir zu entfliehn Deine Winter wiegen tonnenschwer immer Schienenersatzverkehr zwischen Betonpalästen und Benzin doch wohin deine Kälte mich auch verjagt immer werd ich nach dir gefragt und deinem Namen wird Bedeutung verliehn: Ach, Berlin?! Und ich werfe mich wieder in deine Hände Wer beherrscht schon jemals dein Gelände und dein Morgen strahlt wieder wie ein Rubin Die S-Bahn ist mein leuchtendes Schiff und zieht mich durch Häuserreihen und Siff wenn die Ratten in den Untergrund fliehn Dein Bier im Blut, deinen Wahn im Sinn pulsiert dein Rhythmus in mir drin und fast schon hab ich dir verziehn Musik und Gespräche im Innenhofschacht schon wieder eine kurze Nacht der Bäcker begrüßt mich mit „Wat wolln Sie’n?“ Ach, Berlin, wer weiß wie lang du mich noch hältst und dir in den Lumpenpailletten gefällst du bleibst doch nur ein ewig junger Spleen. Ach, Berlin. (MP2014)
3.
03:39
Ein leises weißes Rauschen am fernen Himmelgrau Wolken, die sich bauschen ein Morgen voller Tau Und dann falle ich als Schnee auf deine heißen Wangen schließ die Augen, Liebster um mich brauchst du nicht bangen Nur flüchtig für Sekunden streich ich dein Gesicht Doch scheint darin noch stundenlang mein frisches Winterlicht So wie verträumter Regen der ohne Richtung fällt den in Trunkenheit und Taumel nichts mehr am Himmel hält So falle ich als Schnee auf deine heißen Wangen schließ die Augen, Liebster um mich brauchst du nicht bangen Der Winter macht im Garten mir ein Bett aus weichen Daunen Dort werd ich geduldig warten solang die Tannen raunen Die Sonne wird mich finden sie hat manches mit mir vor Zur Luft werd ich entschwinden und steig zu ihr empor Ein leises weißes Rauschen am fernen Himmelgrau Wolken, die sich bauschen du kennst sie schon genau… (MP2013)
4.
04:10
Noch ziehen die kalten Winde ins Weite und wärmend sitz ich an deiner Seite Doch bald muss ich mit den Winden ziehn wie die Minuten unter den Fingern fliehn In deinen weißen Haaren bricht sich das Licht doch für immer bleibt dieser Abschied nicht Denn im Sommer dann bist du nicht länger alleine dann bin ich deine und du meine und du hakst dich einfach bei mir ein und wir laufen ins Sonnenlicht hinein Denn die Hollywoodschaukel wartet schon und wir erklimmen den fürstlichen Thron Und die Füße baumeln im warmen Wind als das Kinderspiel beginnt: Und der Kiebitz ruft: „Schau, da schaukelt doch wer!“ Hin und her, hin und her Wir steigen leicht und sinken schwer Hin und her, hin und her Du hast schon meine Mutter in Wiegen gewiegt und so manchen bösen Drachen besiegt und auch wenn es dich nun zu Hause hält find ich bei dir doch noch immer die Wiege der Welt Und wenn eine Schwalbe den Sommer verheißt dann komm ich von Ferne angereist Und ich nehme dich wieder an meine Seite, wenn ich mit dir zur Schaukel schreite Und die Schwalbe ruft: „Schau, da schaukelt doch wer!“ Hin und her, hin und her Als ob Kalifornien in Thüringen wär Hin und her, hin und her Und wenn die Schaukel in die Nacht herein schwingt, dann wissen wir, was die Nachtigall singt: … Und weht über uns schon die raue Nacht dann wird im Schlafe noch leise gelacht und wir sehen uns beide noch immer dort schwingen und mit der Nachtigall Lieder singen Und im Traume schwanken wir wie das Meer Hin und her, hin und her Die Glieder so leicht und die Lider so schwer Hin und her, hin und her (MP2013)

about

Masha Potempa macht MusikPoesie. Ihre warme Stimme singt von den Kleinigkeiten, in denen sich das Große widerspiegelt, von Heimweh, Fernweh und all den bunten Zwischentönen.
Liedermacherei vermischt mit Chanson, Poetry Slam und einer Prise Weltmusik.

Ihr Konzertprogramm "Rauchschwalben am Horizont" feierte im Januar in Berlin Premiere. Nun erschien endlich ihr gleichnamiges EP-Debüt mit vielen großartigen Gastmusikern, das sogleich für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.
Mehr Infos unter www.mashapotempa.de

Rezensionen:
www.tantepop.de/2015/10/masha-potempa-rauchschwalben-am.html
louiseethelene.de/lieblingsmusik-masha-potempa-rauchschwalben-am-horizont/

credits

released October 23, 2015

Musik & Text: Masha Potempa

Gesang, Gitarre, Akkordeon: Masha Potempa
Solo Gitarre: Stephan Bienwald (www.stephanbienwald.com)
Bass: Masataka Koduka
Cello: Merle Weißbach
Trompete: Nils Lennart Haack

Aufnahme & Perkussion: Bruno Breitzke
Fotos & Gestaltung: Yuli Gates
Mastering: Calyx Mastering
Studio: Tonstudio Wuhlheide an der Landesmusikakademie Berlin

Gefördert von der Peter Rohland Stiftung (www.peter-rohland-stiftung.de)

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about

Masha Potempa Leipzig, Germany

*1989 Duisburg
2008 Studium in Berlin
2011 Mitglied der SAGO-Akademie für Musik und Poesie
2014 Celler Schule
2015 Programm & EP "Rauchschwalben am Horizont"
2020 Premiere: "Leinen los"

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